Mit dem Tier auf Reisen!

Mit dem Tier auf Reisen?

Reisen bedeuten für Ihr Tier immer eine Belastung! Nicht nur, dass ihm beim Autofahren übel oder zu heiß werden kann: Wussten Sie schon, dass Ihrem Hund/Ihrer Katze bei Reisen in Länder mit warmem Klima Krankheiten drohen, die es in unseren Breiten nicht gibt und gegen die Ihr Tier auch nicht geimpft ist (u.a. Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose, Herzwurmerkrankung)?

Wir bieten daher Gesundheitsvorsorge bei Auslandsreisen:

  • Gesundheitscheck: ist mein Tier fit für die Reise?
  • Beratung: wie schütze ich mein Tier am besten vor Ansteckung mit den im Reiseland herrschenden Krankheiten?
  • Welche Reisepapiere (Impfbescheinigungen, Gesundheitszeugnisse) braucht mein Tier?
  • Zusammenstellung einer Reiseapotheke gegen kleine Wehwehchen
  • nach der Reise: Blutuntersuchung auf die wichtigsten ?Reisekrankheiten"

Und wenn Ihr Tier nicht mitreisen kann:

wir beraten Sie bei der Suche nach geeigneter Unterkunft bzw. Pflege!

Erste Hilfe im Urlaub

Vor Reiseantritt sollten Sie mit der Haustierärztin/dem Haustierarzt klären, ob Ihr Tier den Strapazen der geplanten Reise gewachsen sein wird. Falls Ihr Tier regelmäßig Medikamente benötigt, ist selbstverständlich ein ausreichender Vorrat (mit reichlich Reserve!) mitzunehmen, denn oft sind die Präparate im Reiseland nicht oder nur unter anderem Namen erhältlich. Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt stellt Ihnen auch gern auf Wunsch eine individuelle kleine Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten für Ihren Hund oder Ihre Katze zusammen. Trotz all dieser Vorkehrungen sollten Sie vor Reiseantritt oder nach der Ankunft am Zielort klären, wo sich die nächste im Notfall erreichbare Tierarztpraxis befindet. Dabei hilft das Internet, die Gelben Seiten (unter "T" wie "Tierärzte") oder eine Nachfrage an der Hotelrezeption. Man kann auch den nächsten Hundebesitzer, den man trifft nach seinem Tierarzt fragen!

Auf der Autofahrt...

...kann es bereits zu Problemen kommen, wenn es im Auto heiß und stickig wird. Darum sollten Sie alle zwei Stunden eine Pause für Mensch und Tier einlegen und an genug Trinkwasser denken! Sollte Ihr Tier trotzdem einen Hitzschlag erleiden (erkennbar an Benommenheit, starkem Hecheln, trockenem, hochrotem Fang sowie fiebriger Temperatur), so sollten Sie ihn umgehend in den Schatten bringen, ihn mit feuchten Umschlägen an Brust und Kopf kühlen, und ihm, sofern er bei Bewusstsein ist, auch Wasser in vielen kleinen Schlucken eingeben. Wenn das Tier sich nicht binnen weniger Minuten erholt, müssen Sie umgehend einen Tierarzt/eine Tierärztin aufsuchen, da es sonst zu einem Schockgeschehen kommen kann!

Ein häufiges Problem stellen Erbrechen und /oder Durchfall dar. Nicht immer handelt es sich um eine Magen-Darm-Infektion, oft sind nur die Aufregung der Reise, das Schaukeln des Autos, die ungewohnte Umgebung, evtl. auch ungewohntes Futter die Ursache. Versuchen Sie es zunächst mit 24 Stunden Nulldiät (auch keine Leckerchen! ), Kamillen-, Schwarz- oder Fencheltee und etwas Ruhe, anschließend drei Tage Diätfutter (Huhn und Reis gekocht, Hüttenkäse, Zwieback u.ä.) Sollten die Symptome anhalten, es dem Tier aber insgesamt nicht allzu schlecht gehen, so kann man bei Erbrechen Paspertin-Tropfen® bzw. MCP-Tropfen® aus der Apotheke geben (1 Tropfen pro 3 kg Körpergewicht des Tieres, 3 mal täglich). Bei Durchfall helfen Tannalbin-Tabletten ® (kleine Hunde und Katzen 2 - 3x ½ Tablette, große Hunde 2 - 3x 1 - 2 Tabletten eingeben). Anmerkung: Paspertin-Tropfen bzw. MCP-Tropfen sind rezeptpflichtig. Oft erhält man sie aber trotzdem, wenn man dem Apotheker glaubhaft versichert, dass das Medikament nur für das eigene Haustier benötigt wird, andernfalls kann man auch anbieten, ein tierärztliches Rezept in den nächsten Tagen nachzureichen! Lassen Sie sich gleichzeitig ein paar Beutel eines Elektrolyt-Traubenzucker-Pulvers geben, das Sie in das Trinkwasser bzw. den Tee einmischen können.

Sollte all dies nicht zum Erfolg führen und insbesondere, wenn Ihr Tier Fieber hat (Temperatur über 39,0 0 C, tief im After gemessen), müssen Sie es einem Tierarzt vorstellen.

Spielen und Toben

Häufig verletzen sich unsere Haustiere auch beim Spielen und Toben. Bei Schnitt- und Bissverletzungen ist das oberste Ziel, Blutungen zu stoppen und Verschmutzungen zu verhindern: Bei leichten Blutungen genügt es praktisch immer, einige Minuten mit einem sauberen Tuch (Auto-Verbandskasten, notfalls reicht aber auch ein frisches Papiertaschentuch) auf die Wunde zu drücken und die natürliche Blutgerinnung abzuwarten. Sollte die Blutung so nicht zu stillen sein, so formt man aus sauberem Verbandmaterial ein Kissen, welches man mit einer Mullbinde oder einem anderen Tuch stramm auf die Wunde bindet, so dass es Druck auf dieselbe ausübt (sog. Druckverband) und belässt diesen ca. eine Stunde. Bei im Strahl spritzenden (arteriellen) Blutungen, die mit den o.g. Maßnahmen nicht zu stillen sind, muss vorübergehend das betroffene Bein mit einem Gürtel o.ä. abgebunden werden. Hier ist anschließend schnellstens
tierärztliche Hilfe von Nöten! Nachdem die Blutung steht, sollte die Wunde sauber abgedeckt werden, um weiterer Verschmutzung vorzubeugen. Kleine Wunden, deren Wundränder sich von alleine aneinanderlegen und die nicht größer als ein bis zwei Zentimeter sind, erfordern nicht unbedingt den Gang zum Tierarzt. Sie sollten nur mit sauberem Leitungswasser gereinigt werden, anschließend kann man flüssige Jodpräparate, die es in jeder Apotheke zu kaufen gibt zur täglichen Spülung verwenden. Schnitte in die Pfotenballen heilen meist schlecht und sollten besser genäht, zumindest aber immer mit einem gut sitzenden Verband versehen werden. Bis man den Tierarzt/die Tierärztin erreicht hat, hilft oft eine saubere Socke, die Wunde zu schützen.

Beachten Sie: starke Schwellung, Sekretbildung, Schmerz und Wärme im Wundbereich sowie allgemeine Abgeschlagenheit, insbesondere aber Fieber (Temperatur über 39,0 o C) deuten auf eine Wundinfektion hin, die tierärztlich behandelt werden muss . Achtung: diese Symptome treten oft erst ein bis mehrere Tage nach der Verletzung auf!

Sehr oft humpeln Hunde und Katzen nach zu wildem Spiel, weil sie sich "vertreten" haben. Meist genügt es, das Tier für einen bis drei Tage nur an der Leine auszuführen bzw. es im Haus zu halten. Sollten Schwellungen und starke Schmerzen beim Auftreten festzustellen sein, so kann man zunächst die betroffene Gliedmasse mit einem feuchten Umschlag kühlen. Vorsicht mit Schmerzmitteln aus der Humanmedizin: sie verursachen oft Erbrechen und Durchfall, außerdem weichen die Dosierungen nicht unerheblich von der für Menschen ab! Sollte die Lahmheit sich nach 12 Stunden Schonung nicht erheblich gebessert haben, ist wieder tierärztlicher Rat gefragt.

Anmerkung: Die meisten Lahmheiten beruhen auf Bänder-, Kapsel- und Muskelzerrungen sowie Stauchungen und Prellungen mit Blutergüssen ("blauer Fleck"). So leicht bricht kein Hunde- oder Katzenbein! Ein gebrochener Knochen ist äußerst schmerzhaft, das Bein wird überhaupt nicht aufgesetzt und oft wird es unnatürlich abgewinkelt gehalten!

Allergien

Bienen- oder Wespenstiche sind nur dann gefährlich, wenn das Tier eine Allergie gegen Insektengifte hat oder, wenn das Insekt den Hund in die Maulschleimhaut, besonders im hinteren Bereich des Fanges sticht, denn durch die starke Schwellung kann es dann zu Atemnot kommen. Sollte Ihr Hund/Ihre Katze also nach einer Wespe oder Biene geschnappt haben und anschließend Schmerzen und Unbehagen im Maulbereich durch Reiben mit der Pfote, Jaulen, starken Speichelfluss äußern, so sollten Sie das Tier besser tierärztlich untersuchen lassen. Alle anderen Regionen sind für Insektenstiche relativ unempfindlich und es reicht, die Schwellung mit kühlenden Umschlägen und eventuell mit in der Apotheke für den Menschen erhältlichen Insektenstich-Gels zu behandeln (Vorsicht, nicht ablecken lassen!).

Noch ein Tipp zum Schluss: nehmen Sie die Telefonnummer Ihres Haustierarztes/Ihrer Haustierärztin auf jeden Fall auf die Reise mit, er kennt Ihr Tier am besten und kann Ihnen vielleicht mit einem telefonischen Rat über das eine oder andere Problem helfen!

Ihnen und Ihren Tieren einen schönen und ungetrübten Urlaub!

Kontakt

Tierarztpraxis
Utz-Peter Schißau
Schrockstraße 34
14165 Berlin
Tel.: 030 81 13 03 1
Fax.: 030 84 72 22 12
Funk: 0172 72 66 78 9
Email: TierarztpraxisSchissau@t-online.de

Anfahrt

S-Bahn
mit der S1 bis Bahnhof Zehlendorf

Bus
mit den Buslinien 101, 115 und 623

Auto
mit dem eigenen Auto vom Teltower Damm oder aus Kleinmachnow in die Machnower Str., dann rechts bzw. links in die Schrockstraße einbiegen

Parken
in der Auffahrt finden Sie unsere Kunden-Parkplätze! Bitte parken Sie Ihr Fahrzeug rechts parllel zur Mauer, dort wo Sie unsere Schilder "P Tierarztpraxis" sehen!